Lage: Deutschland Bayern Füssen
Spätgotische Burganlage über der Füssener Altstadt, einst Sitz der Augsburger Bischöfe – bekannt für die gemalten Scheinarchitekturen im Innenhof.
Interessante Fakten
- Die gemalten Fenster und Erker im Innenhof sind Illusionsmalerei aus der Zeit um 1499.
- Seit 1931 ist im Nordflügel eine Zweiggalerie der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen untergebracht.
- Kronprinz Maximilian erwog das Schloss als Sommersitz, kaufte 1832 aber stattdessen Hohenschwangau.
Gründe für einen Besuch
- Spätgotische Illusionsmalerei im Innenhof
- Gemäldegalerie mit spätgotischer schwäbischer Kunst
- Lage über der Füssener Altstadt
Das Hohe Schloss erhebt sich auf einem Hügel über der Altstadt von Füssen. Schon in spätrömischer Zeit stand hier ein Kastell. Im Mittelalter stritten das Kloster St. Mang, die Augsburger Bischöfe und der bayerische Herzog Ludwig II. der Strenge um den Burgberg; ein Vergleich von 1292 beendete den Streit, und ab 1322 war die Burg Sitz des bischöflich-augsburgischen Pflegamts.
Seine heutige Gestalt erhielt das Schloss ab 1486 unter Fürstbischof Friedrich II. von Zollern. Berühmt sind die um 1499 entstandenen spätgotischen Illusionsmalereien an den Fassaden des Innenhofs und am Torturm, die Fenster, Erker und Gesimse nur vortäuschen.
Im Nordflügel zeigt seit 1931 eine Zweiggalerie der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen spätgotische schwäbische Malerei. Im Rittersaal ist eine bemalte, geschnitzte Holzdecke aus der Spätgotik erhalten.
Geschichte
Spätrömisches Kastell, im Mittelalter Streitobjekt zwischen Kloster St. Mang, den Bischöfen von Augsburg und Herzog Ludwig II. dem Strengen (Vergleich 1292). Ab 1322 Sitz des Pflegamts Füssen, ab 1486 Aus- und Umbau unter Fürstbischof Friedrich II. von Zollern. 1798 bis 1800 diente die Burg als österreichisches Militärlazarett.
Besondere Merkmale
Spätgotische Anlage mit Innenhof, dessen Fassaden um 1499 mit gemalter Scheinarchitektur geschmückt wurden. Rittersaal mit geschnitzter, bemalter Holzdecke, die Jörg Lederer zugeschrieben wird. Im Torturm sitzt die Uhr des abgebrochenen Augsburger Torturms.
Karte
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Quellen
Bild: Carsten Steger · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
