Kloster St. Mang

Kloster St. Mang

Lage: Deutschland Bayern Füssen

Ehemaliges Benediktinerkloster in der Füssener Altstadt mit barocker Anlage von Johann Jakob Herkomer – heute Rathaus, Stadtmuseum und Bibliothek.

Interessante Fakten

  • Der Füssener Totentanz in der St.-Anna-Kapelle wurde 1602 von Jakob Hiebeler gemalt und besteht aus zwanzig Bildern auf zehn Holztafeln.
  • Im Fürstensaal finden seit 1951 Konzerte statt.
  • Die Klosterbibliothek ging nach 1803 an das Haus Oettingen-Wallerstein und befindet sich heute größtenteils in der Universitätsbibliothek Augsburg.

Gründe für einen Besuch

  • Barocke Klosteranlage mitten in der Füssener Altstadt
  • Prunkräume und Stadtgeschichte im Museum der Stadt Füssen
  • Der Füssener Totentanz von 1602

Das ehemalige Benediktinerkloster St. Mang liegt in der Altstadt von Füssen am Lech. Seine Ursprünge gehen auf den Einsiedler Magnus zurück, der hier eine Zelle und ein Bethaus errichtete. In der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts entstand daraus ein Eigenkloster der Augsburger Bischöfe. Die Lage an der römischen Via Claudia Augusta und an der Füssener Enge gab dem Ort früh strategische Bedeutung.

Das heutige Erscheinungsbild prägt der barocke Neubau, den der Baumeister Johann Jakob Herkomer zwischen 1696 und 1726 errichtete. Mit der Säkularisation 1802/1803 wurde das Kloster aufgehoben; seit 1909 gehört die Anlage der Stadt Füssen.

Heute beherbergt der Nordflügel das Rathaus, der Südflügel das Museum der Stadt Füssen mit den barocken Prunkräumen sowie die Stadtbibliothek. Die ehemalige Klosterkirche dient seit dem 19. Jahrhundert als Stadtpfarrkirche.

Geschichte

Aus der Zelle des Einsiedlers Magnus entstand in der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts ein Kloster der Augsburger Bischöfe. 1696 bis 1726 wurde die Anlage barock neu errichtet. Ende 1802 nahm das Haus Oettingen-Wallerstein das Kloster in Besitz, Anfang 1803 wurde der Konvent aufgelöst. 1909 erwarb die Stadt Füssen die Anlage.

Besondere Merkmale

Zu den sehenswerten Räumen gehören der Fürstensaal (auch Kaisersaal) mit Deckenfresken von Franz Georg Hermann, die ovale Bibliothek von 1719 und die St.-Anna-Kapelle mit dem Füssener Totentanz.

Karte

Navigation startenoder mit Apple Karten · OpenStreetMap

Öffnet einen externen Routenplaner. Bitte vor der Abfahrt Zugang und Öffnungszeiten prüfen.

47.56660, 10.69950

In der Umgebung

  • Hohes Schloss Füssen

    Füssen, Bayern

    0,1 km entfernt

    Spätgotische Burganlage über der Füssener Altstadt, einst Sitz der Augsburger Bischöfe – bekannt für die gemalten Scheinarchitekturen im Innenhof.

    Route
  • Lechfall

    Füssen, Bayern

    0,6 km entfernt

    Wasserfall des Lechs am Stadtrand von Füssen – knapp acht Meter hoch, mit Schlucht, König-Max-Steg und dem sagenhaften Magnustritt.

    Route
  • Faulenbacher Tal

    Füssen, Bayern

    1,5 km entfernt

    Geschütztes Karsttal bei Füssen mit Mittersee und Obersee, Freibädern, Kneippanlage und Wanderwegen – entlang des Faulenbachs zwischen Alatsee und Lech.

    Route
  • Festspielhaus Neuschwanstein

    Füssen, Bayern

    2,3 km entfernt

    Musicaltheater am Ufer des Forggensees in Füssen, eröffnet im Jahr 2000 – von der Terrasse geht der Blick über den See zum rund vier Kilometer entfernten Schloss Neuschwanstein.

    Route
  • Schloss Neuschwanstein

    Schwangau, Bayern

    3,9 km entfernt

    Das unvollendete Schloss König Ludwigs II. auf einem Felsrücken über Hohenschwangau im Ostallgäu – ab 1869 im neuromanischen Stil erbaut und seit 2025 Teil des UNESCO-Welterbes.

    Route
  • Alatsee

    Füssen, Bayern

    4,6 km entfernt

    Kleiner, tiefer Bergsee westlich von Füssen, bekannt für seine rote Bakterienschicht in der Tiefe und für zahlreiche Sagen.

    Route

Quellen

  1. Wikipedia: Kloster St. Mang
  2. Wikidata: Q1527304

Bild: Carsten Steger · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons