Lage: Deutschland Bayern Füssen
Burgruine auf einem Bergsporn über Hopfen am See bei Füssen – gilt als früheste Steinburg des Allgäus, mit Ausblick auf Ammergauer Alpen und Tannheimer Berge.
Interessante Fakten
- Die Burg gilt als früheste Steinburg des Allgäus.
- Steine der Ruine wurden im frühen 18. Jahrhundert für den Umbau des Klosters St. Mang verwendet.
- Die Sicherung der Ruine leisteten Ehrenamtliche zehn Jahre lang an Wochenenden.
Gründe für einen Besuch
- Ausblick auf Ammergauer Alpen und Tannheimer Berge
- Frühe Steinburg mit gut erkennbarem Grundriss
- Lage über Hopfen am See
Die Ruine der Burg Hopfen liegt auf einem Hügel über dem Füssener Ortsteil Hopfen am See, auf knapp 900 Metern Höhe. Die Höhenburg in Spornlage gilt als früheste Steinburg des Allgäus. Ihre Anfänge sind unklar; möglicherweise ist sie die feste Burg, in die sich der Augsburger Gegenbischof Wigolt 1078 während des Investiturstreits zurückzog.
Von 1172 bis 1191 saß hier ein welfisches Dienstmannengeschlecht, das sich nach der Burg benannte. Danach übernahm das Hochstift Augsburg die Anlage, bis 1322 war sie Sitz des Füssener Propstes. Mit dem Bau des Hohen Schlosses in Füssen verlor sie im 15. Jahrhundert ihre Bedeutung und verfiel; im frühen 18. Jahrhundert diente die Ruine als Steinbruch für den Umbau des Klosters St. Mang.
Ab 1999 wurden die Reste unter archäologischer Begleitung freigelegt und gesichert, getragen von Ehrenamtlichen des Verkehrsvereins Hopfen am See. Erhalten sind Mauern von bis zu drei Metern Höhe.
Geschichte
Anfänge unklar, möglicherweise 1078 Rückzugsort des Gegenbischofs Wigolt. 1172–1191 Sitz eines welfischen Dienstmannengeschlechts, danach im Besitz des Hochstifts Augsburg und bis 1322 Sitz des Füssener Propstes. Im 15. Jahrhundert Verfall, im frühen 18. Jahrhundert Steinbruch für den Umbau von St. Mang. Ab 1999 Ausgrabung und Sicherung unter Leitung des Mittelalterarchäologen Joachim Zeune.
Besondere Merkmale
Leicht erhöhte Kernburg mit turmartigem Wohnbau und Kapelle, östlich ein Vorhof, nordöstlich zwei Gräben und eine Vorburg. Die Ringmauer hat weder Türme noch Bastionen.
Karte
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Quellen
Bild: Dark Avenger at German Wikipedia · Public domain · Wikimedia Commons
