Wallfahrtskirche aus dem 17. Jahrhundert in Foy-Notre-Dame bei Dinant – mit einer Kassettendecke aus 145 bemalten Eichenfeldern.
Interessante Fakten
- An der Fassade steht in Eisenziffern die Jahreszahl 1623, geweiht wurde die Kirche 1624.
- Die Kassettendecke besteht aus 145 bemalten Eichenfeldern.
- Zur Krönung der Madonna am 8. September 1909 kamen etwa 10.000 Pilger.
Gründe für einen Besuch
- Bemalte Kassettendecke des 17. Jahrhunderts
- Lebendige Wallfahrtstradition
- Ruhiges Dorf nahe Dinant
Die Kirche Notre-Dame de Foy steht im Zentrum des Dorfes Foy-Notre-Dame, etwa sechs Kilometer östlich von Dinant. Ihre Geschichte beginnt 1609: Beim Fällen einer Eiche fanden Holzfäller eine kleine Marienstatue aus Terrakotta im Stamm. Der Überlieferung nach hatte ein Pilger sie rund zwei Jahrhunderte zuvor in den Baum gestellt, und die Rinde war darüber zugewachsen.
Nach einem ersten überlieferten Wunder 1616 und dem Besuch der Erzherzöge Albrecht und Isabella 1619 wuchs der Zulauf. 1618 wurde zunächst eine Kapelle begonnen, 1622 der Bau der Kirche; an der Fassade steht in Eisenziffern die Jahreszahl 1623. Geweiht wurde die Kirche am 8. September 1624. Etwa zehn Jahre später war die flache Kassettendecke vollendet, finanziert aus Spenden der Pilger.
Die Decke besteht aus 145 bemalten Eichenkassetten und gilt seit 2013 als außergewöhnliches Kulturerbe der Wallonie; die Kirche selbst steht seit 1937 unter Denkmalschutz. Die Wallfahrtssaison reicht von Mai bis Oktober. Die jährliche Wallfahrt aus Rochefort wurde 2023 in die Liste der Meisterwerke des immateriellen Erbes der Föderation Wallonie-Brüssel aufgenommen.
Geschichte
1609 Fund einer Marienstatue in einer Eiche, 1616 erstes überliefertes Wunder, 1619 Besuch der Erzherzöge Albrecht und Isabella, 1618 Kapelle begonnen, 1622 Baubeginn der Kirche, Weihe am 8. September 1624, Kassettendecke rund zehn Jahre später vollendet. 1909 Krönung der Madonna, 1937 unter Denkmalschutz, 2013 Decke als außergewöhnliches Kulturerbe eingestuft.
Besondere Merkmale
Wallfahrtskirche des 17. Jahrhunderts mit flacher Kassettendecke aus 145 bemalten Eichenfeldern. Die Pläne werden den Brüdern Michel und Jaspard Stilmant zusammen mit Guillaume Goblet zugeschrieben.
Karte
Öffnet einen externen Routenplaner. Bitte vor der Abfahrt Zugang und Öffnungszeiten prüfen.
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Quellen
Bild: Jean-Pol GRANDMONT · CC BY 2.5 · Wikimedia Commons
