Festung auf dem Felsen über Dinant und der Maas – heute Museum, erreichbar auch mit einer Seilbahn, mit Ausblick über Stadt und Fluss.
Interessante Fakten
- Die Seilbahn zur Zitadelle ist seit 1956 in Betrieb.
- Ein Bunker verschob sich 1944 am Hang und neigte sich um mehr als 20 Grad.
- Ein Teil der Anlage wird noch von einer belgischen militärischen Ausbildungseinheit genutzt.
Gründe für einen Besuch
- Ausblick über Dinant und die Maas
- Museum zur wechselvollen Militärgeschichte
- Auffahrt mit der Seilbahn
Die Zitadelle thront auf einem hohen Felsen über dem Zentrum von Dinant und der Maas. Schon zwischen 1041 und 1050 ließ der Lütticher Fürstbischof Theoduin hier eine Burg errichten. Burgundische Truppen zerstörten sie im 15. Jahrhundert weitgehend; ab 1523 wurde sie wieder aufgebaut und Ende des 17. Jahrhunderts von französischen Truppen erneut geplündert.
Ihre heutige Gestalt erhielt die Festung 1818 bis 1821, als Dinant nach dem Wiener Kongress zum Königreich der Niederlande gehörte. 1830 übernahmen belgische Aufständische sie kampflos; 1868 wurde sie entmilitarisiert. In beiden Weltkriegen war Dinant schwer umkämpft: Im August 1914 töteten deutsche Truppen in der Stadt fast 700 Zivilisten, 1944 beschädigten Bombardierungen Festung und Stadt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg richtete die Stadt in der Zitadelle ein Museum ein. Eine Seilbahn, seit 1956 in Betrieb, überwindet die rund 100 Meter Höhenunterschied.
Geschichte
1041–1050 erste Burg unter Fürstbischof Theoduin von Lüttich; im 15. Jahrhundert von burgundischen Truppen zerstört, ab 1523 Wiederaufbau, Ende des 17. Jahrhunderts von französischen Truppen geplündert. 1818–1821 Bau der heutigen Festung durch die Niederlande, 1830 kampflose Übernahme durch belgische Aufständische, 1868 Entmilitarisierung, nach dem Zweiten Weltkrieg Museum.
Besondere Merkmale
Festung auf einem Felsen rund 100 Meter über der Maas. Im Museum: nachgebaute Schmiede, Küche und Bäckerei aus dem 19. Jahrhundert, Waffen und Rüstungen, ein Kommandoposten aus dem Ersten Weltkrieg und ein Bunkerraum, der sich 1944 um mehr als 20 Grad geneigt hat.
Karte
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Quellen
Bild: Jean-Pol GRANDMONT · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons
