Burgruine Poilvache

Lage: Belgien Wallonie Yvoir

Ruinen einer mittelalterlichen Burgstadt auf einem Felsen über der Maas bei Houx – 1430 nach einer Belagerung fast vollständig zerstört.

Interessante Fakten

  • Poilvache besaß eine eigene Münzstätte.
  • Das Belagerungsheer von 1430 wird auf 30.000 Mann geschätzt.
  • Von den Felsen ist die Stelle zu sehen, an der die deutsche Armee am 13. Mai 1940 die Maas überquerte.

Gründe für einen Besuch

  • Ruinen einer mittelalterlichen Burgstadt
  • Lage hoch über der Maas
  • Geschichte von der Burgunderzeit bis 1940

Die Ruinen von Poilvache liegen auf einer Felskante hoch über der Maas, oberhalb des Dorfes Houx in der Gemeinde Yvoir. Eine Befestigung soll es an dieser Stelle schon seit der Zeit Karls des Großen gegeben haben; die heute sichtbaren Reste stammen aus dem 15. Jahrhundert.

Poilvache war mehr als eine Burg: eine ummauerte kleine Stadt mit eigener Münzstätte, verbündet mit Herzog Philipp dem Guten von Burgund. 1430 belagerte der Lütticher Fürstbischof Jean de Heynsbergh sie mit einem Heer, das auf 30.000 Mann aus Lüttich, Dinant und Huy geschätzt wird – danach hörte Poilvache praktisch auf zu existieren.

Von den Felsen aus sieht man die Insel in der Maas, bei der die deutsche Armee am 13. Mai 1940 den Fluss überquerte. Die gesamte Anlage zählt zum herausragenden Kulturerbe der Wallonie.

Geschichte

Befestigung angeblich seit karolingischer Zeit, heutige Ruinen aus dem 15. Jahrhundert. Ummauerte Burgstadt mit eigener Münze, verbündet mit Philipp dem Guten. 1430 Belagerung durch Jean de Heynsbergh, Fürstbischof von Lüttich, danach weitgehend zerstört.

Besondere Merkmale

Ruinen einer Burg mit zugehöriger kleiner Stadt auf einem Felsen über der Maas. Die Anlage ist als bedeutendes Kulturerbe der Wallonie eingestuft.

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Quellen

  1. Wikipedia (en): Poilvache Castle
  2. Wikidata: Q787193