Lechfall

Lechfall

Lage: Deutschland Bayern Füssen

Wasserfall des Lechs am Stadtrand von Füssen – knapp acht Meter hoch, mit Schlucht, König-Max-Steg und dem sagenhaften Magnustritt.

Interessante Fakten

  • Der Magnustritt gilt der Volksüberlieferung nach als Fußabdruck des heiligen Magnus, der auf der Flucht über den Lech gesprungen sein soll.
  • Seit 1895 führt der König-Max-Steg über den Lechfall.
  • Der Lechfall zählt zu den 100 schönsten Geotopen Bayerns.

Gründe für einen Besuch

  • Blick vom König-Max-Steg in die Lechschlucht
  • Geotop und Naturdenkmal am Stadtrand von Füssen
  • Magnustritt und Büste König Maximilians II.

Der Lechfall, auch Mangfall genannt, liegt am südlichen Stadtrand von Füssen, dort wo der Lech die Nördlichen Kalkalpen verlässt. Über eine knapp acht Meter hohe und 49 Meter breite Stufenfolge stürzt der Fluss in eine rund 150 Meter lange und gut 20 Meter tiefe Schlucht. Diese hat der Lech seit dem Ende der Würm-Eiszeit vor etwa 12.000 Jahren in den Wettersteinkalk gegraben.

Ganz natürlich ist die heutige Form nicht: 1784 bis 1787 wurde zusammen mit einem Ableitungsstollen ein Wehr errichtet, um die Wasserkraft zu nutzen. Seitdem besteht der Fall aus drei Stufen, deren höchste die gut fünf Meter hohe Wehrstufe ist. Für den Wasserfall sind Mindestabflüsse festgelegt.

Über den Fall führt seit 1895 der König-Max-Steg. Oberhalb der Schlucht steht in einer Nische eine Büste König Maximilians II., am Ostufer zeigt man den sogenannten Magnustritt.

Geschichte

Die Schlucht entstand nach dem Ende der Würm-Eiszeit, als Schmelzwasser des Lechgletschers einen großen See bis Pfronten bildete und der Lech sich in den Wettersteinkalk eingrub. 1784 bis 1787 wurde das Wehr mit einem Ableitungsstollen zur Nutzung der Wasserkraft gebaut. Der König-Max-Steg über den Fall stammt von 1895.

Besondere Merkmale

Drei Stufen von 5,2 m, 1,8 m und unter 1 m Höhe auf 49 m Breite; mittlerer Abfluss rund 65,8 m³/s. Fall und Schlucht sind als Geotop erfasst und zählen zu den 100 schönsten Geotopen Bayerns, die Schlucht ist zudem Naturdenkmal.

Karte

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47.56175, 10.69478

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Quellen

  1. Wikipedia: Lechfall
  2. Wikidata: Q1811316

Bild: Jan Harenburg · CC BY 4.0 · Wikimedia Commons