Trou des Nutons in Furfooz

Lage: Belgien Wallonie Dinant

Prähistorische Höhle über der Lesse bei Furfooz (Dinant) – Fundort von Feuerstellen, Feuersteinwerkzeugen und gravierten Rentiergeweihstäben.

Interessante Fakten

  • In der Höhle wurden rund 200 Feuersteinwerkzeuge gefunden.
  • Einer der gravierten Stäbe zeigt einen Bison, der umgedreht wie ein Mammut wirkt.
  • Menschliche Überreste wurden in dieser Höhle nicht gefunden.

Gründe für einen Besuch

  • Bedeutende Fundstelle des Magdalénien
  • Karstlandschaft im Tal der Lesse

Das Trou des Nutons, auch Chantoir des Nutons genannt, ist eine Höhle und prähistorische Fundstätte bei Furfooz, einem Ortsteil von Dinant nahe der Lesse. Sie gehört zu einem Netz von Hohlräumen, die der Fluss in den Karst gegraben hat.

1864 untersuchten der Zoologe Pierre Joseph Van Beneden und der Geologe und Prähistoriker Édouard Dupont die Höhle – ihre erste Fundstelle im Rahmen eines Auftrags der belgischen Regierung. In einer etwa einen Meter mächtigen Lehmschicht fanden sie Tierreste, darunter Haustiere wie Schaf, Ziege und Schwein sowie Wolf und Braunbär.

Menschliche Überreste kamen nicht zutage, wohl aber Feuerstellen und rund 200 Feuersteinwerkzeuge. Die Fundstelle wird mit Menschen des Magdalénien verbunden, die vor allem Rentiere und Pferde jagten. Bekannt sind zwei gravierte Stäbe aus Rentiergeweih; einer zeigt einen Bison, der umgedreht auch als Mammut gelesen werden kann.

Geschichte

1864 von Pierre Joseph Van Beneden und Édouard Dupont untersucht, als erste Fundstelle eines Forschungsauftrags der belgischen Regierung.

Besondere Merkmale

Karsthöhle über der Lesse mit Funden aus dem Magdalénien: Feuerstellen, etwa 200 Feuersteinwerkzeuge und zwei gravierte Rentiergeweihstäbe.

Karte

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50.21250, 4.95806

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Quellen

  1. Wikipedia (nl): Trou des Nutons (Furfooz)
  2. Wikidata: Q104836759