Burg Kunětická hora

Burg Kunětická hora

Lage: Tschechien Pardubický kraj Ráby

Auf dem höchsten Hügel der Ebene vor Pardubice steht die Burg Kunětická hora. Einst Festung eines Hussitenführers, im Dreißigjährigen Krieg niedergebrannt, wurde sie im 20. Jahrhundert wieder aufgebaut und ist heute ein Museum.

Interessante Fakten

  • Nationales Kulturdenkmal Tschechiens seit 2002
  • Sitz des Hussitenführers Diviš Bořek von Miletínek ab 1421
  • 1645 von schwedischen Truppen verwüstet
  • Wandmalerei von 1523: älteste bekannte Renaissance-Wandmalerei Böhmens

Gründe für einen Besuch

  • Burg auf dem höchsten Punkt der Ebene um Pardubice
  • Burgmuseum mit Renaissance-Wandmalereien
  • Ein Abstecher vom Elberadweg

Die Burg Kunětická hora, auf Deutsch auch Kunburg genannt, steht auf dem gleichnamigen Hügel in der Gemeinde Ráby, etwa sechs Kilometer von Pardubice entfernt. Mit 295 Metern ist der Berg der höchste Punkt im weiten Flachland um die Stadt. Seit 2002 ist die Burg ein Nationales Kulturdenkmal Tschechiens.

Archäologische Funde belegen spätestens ab der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts eine große Burganlage mit zwei Türmen und Palas. In den Hussitenkriegen machte der Heerführer Diviš Bořek von Miletínek die Burg ab 1421 zu seinem Sitz. Ende des 15. Jahrhunderts erwarb Wilhelm von Pernstein die Herrschaft und ließ die Burg spätgotisch umbauen. Im Dreißigjährigen Krieg nahmen die Schweden sie 1645 ein und verwüsteten sie; danach verfiel sie.

Erst im 20. Jahrhundert ließ der Museumsverein Pardubice die Ruine nach Plänen des Architekten Dušan Jurkovič wieder aufbauen. Heute ist die Burg als Museum zugänglich. Zu sehen sind erhaltene Wandmalereien, darunter eine Darstellung von Samson und Delila von 1523 – die älteste bekannte Renaissance-Wandmalerei Böhmens. Gelegentlich finden Konzerte und Theateraufführungen statt.

Geschichte

Eine Burganlage mit zwei Türmen, Palas und Vorburg ist archäologisch spätestens für die zweite Hälfte des 14. Jahrhunderts belegt. 1421 besetzte der hussitische Hauptmann Diviš Bořek von Miletínek die Ruine und baute sie bis 1423 zu seinem Sitz aus. Wilhelm von Pernstein erwarb Ende des 15. Jahrhunderts die Herrschaften Pardubitz und Kunburg und ließ die Burg umgestalten. 1560 ging die Herrschaft an König Ferdinand I. 1645 eroberten und verwüsteten schwedische Truppen die Burg. Im 20. Jahrhundert ließ der Museumsverein Pardubice sie nach Plänen von Dušan Jurkovič rekonstruieren; seit 2002 ist sie Nationales Kulturdenkmal.

Besondere Merkmale

Wandmalerei „Samson und Delila“ von 1523, die älteste bekannte Renaissance-Wandmalerei in Böhmen. Der Burgberg ist mit 295 Metern der höchste Punkt der Ebene um Pardubice. Der Elberadweg führt in der Nähe vorbei.

Karte

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50.08006, 15.81306

Quellen

  1. Wikipedia (de): Burg Kunětická Hora
  2. Wikipedia (en): Kunětická hora Castle
  3. Wikivoyage (en): Pardubice
  4. Wikivoyage (de): Elberadweg (Tschechien)
  5. Wikidata: Q1416944

Bild: Prazak · Copyrighted free use · Wikimedia Commons

Zuletzt geprüft: Oktober 29, 2026