Lage: Griechenland Ionische Inseln Lefkimmi
Auf einer Halbinsel im Süden Korfus wurde jahrhundertelang Salz gewonnen. Heute ist die alte Saline von Lefkimmi ein Schutzgebiet, in dem über 190 Vogelarten beobachtet wurden.
Interessante Fakten
- Rund 212 Hektar Schutzgebiet
- Natura-2000-Gebiet GR2230003
- Über 190 beobachtete Vogelarten
- Salzgewinnung seit dem 13. Jahrhundert
Gründe für einen Besuch
- Rosaflamingos und Zugvögel im Frühling
- Venezianische Salzlagerhäuser
- Eines der bedeutendsten Feuchtgebiete Korfus
Alyki Lefkimmis, die Saline von Lefkimmi, liegt auf einer dreieckigen Halbinsel im Süden Korfus, rund zwei Kilometer vom Ort Lefkimmi und 42 Kilometer von der Inselhauptstadt entfernt. Mit gut 210 Hektar gehört sie zu den bedeutendsten Feuchtgebieten der Insel und ist als Natura-2000-Gebiet geschützt.
Salz wurde hier schon im 13. und 14. Jahrhundert gewonnen. Im 16. Jahrhundert errichteten die Venezianer Salzlagerhäuser, um 1630 kam das meiste Salz der Insel von hier. Später übernahm der griechische Staat die Saline, seit 1993 gehört das Gelände der Gemeinde. Gräben aus der Zeit der Salzgewinnung sind bis heute erhalten. Eines der von 2000 bis 2006 renovierten Lagerhäuser beherbergt das Umweltbildungszentrum von Korfu, das unter anderem über die Salzgewinnung informiert.
Für Zugvögel ist das Gebiet ein wichtiger Rastplatz. Über 190 Vogelarten wurden hier beobachtet, im Frühling etwa Rosaflamingos, dazu Greifvögel wie Fischadler und Rohrweihe. Zwischen Schilf, Tamarisken und Salzwiesen wachsen auch Orchideen. Hafenbau, illegale Jagd, Landwirtschaft und Fahrzeugverkehr setzen dem Feuchtgebiet jedoch zu.
Geschichte
Salzgewinnung schon im 13. und 14. Jahrhundert. Im 16. Jahrhundert Bau venezianischer Salzlagerhäuser; um 1630 rund 21 Tonnen Salz im Jahr. Nach dem Anschluss Korfus an Griechenland 1864 zunächst kommunal, ab 1890 (nach anderer Quelle 1900) staatlich. 1944 bis 1988 verpachtet, seit 1993 im Besitz der Gemeinde. 2000 bis 2006 Renovierung der Lagerhäuser.
Besondere Merkmale
Die Halbinsel endet im Norden am Kap Lefkimmi, im Süden mündet der Fluss Lefkimmi. Zu den Pflanzen gehören salztolerante Arten der Salzwiesen und Orchideen wie Gelbe Ragwurz und Zungenstendel, am Rand wachsen jahrhundertealte Olivenbäume. Auch der Eisvogel kommt vor.
Karte
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Quellen
Bild: Ahospers · CC0 · Wikimedia Commons
Zuletzt geprüft: November 4, 2026
