Lage: Deutschland Thüringen Oberhof
Ein Denkmal von 1981 am Rennsteig bei Oberhof, das an die Tausenden Helfer erinnert, die nach dem Sturm von 1946 die verwüsteten Wälder räumten und neu bepflanzten.
Interessante Fakten
- Geschaffen 1981 von Gerd Ullmann
- Erinnert an die Folgen des Sturms vom Juni 1946
- Rund 1,6 Millionen Festmeter Fichten fielen damals dem Sturm zum Opfer
- 2005 restauriert
Gründe für einen Besuch
- Ein Stück Waldgeschichte direkt am Rennsteig
- Ein typisches Beispiel für Denkmalkunst aus der DDR
- Leicht mit einer Wanderung oder Rast am Rondell zu verbinden
Am Rondell bei Oberhof, wo der Rennsteig die Straße quert, steht das Waldarbeiterdenkmal, heute oft auch Forstarbeiterdenkmal genannt. Der Bildhauer Gerd Ullmann schuf es 1981 im Auftrag des Staates. Es ist den Helfern gewidmet, die von 1946 bis 1949 die Schäden durch Windbruch und Borkenkäfer beseitigten.
Im Juni 1946 hatte ein schwerer Sturm in den Hochlagen um Oberhof und Suhl rund 1,6 Millionen Festmeter Fichten umgeworfen. Weil nach dem Krieg Waldarbeiter, Zugmaschinen und Pferde fehlten, warb man Tausende Freiwillige an: Männer aus den umliegenden Orten, Rentner, Frauen und Jugendliche, dazu sowjetische Soldaten für die gefährlichsten Arbeiten. Sie räumten das Bruchholz, bekämpften die Käfer und forsteten die kahlen Flächen wieder auf. Streng genommen passt der Name des Denkmals deshalb nicht, denn die meisten Helfer waren keine Forstleute.
Vor einer Art Tribüne stehen auf einem Podest zwei Figuren, eine junge Frau mit einem Setzling und ein Sowjetsoldat mit geschulterter Hacke. Dahinter ragt eine Relieftafel mit drei Bildstreifen auf: oben das Fällen der Sturmbäume, in der Mitte der Abtransport des Holzes, unten die Pflanzerinnen. Von der Tribüne aus blickt man auf den Wald, der aus dieser Arbeit hervorgegangen ist. 2005 wurde das Denkmal restauriert und erhielt eine Erläuterungstafel.
Geschichte
Geschaffen 1981 von Gerd Ullmann im staatlichen Auftrag der DDR, eingeweiht am 21. Juni 1981. Erinnert an die Beseitigung der Sturm- und Borkenkäferschäden nach dem Sturm vom 13./14. Juni 1946, die bis zum Jahreswechsel 1949/50 dauerte. 2005 restauriert, dabei kam eine Erläuterungstafel hinzu.
Besondere Merkmale
Zwei Vollplastiken (junge Frau mit Setzling, Sowjetsoldat mit Hacke) auf einem Podest vor einer tribünenartigen Anlage, dahinter eine hohe Relieftafel mit drei Bildstreifen zu Holzeinschlag, Holztransport und Pflanzarbeit.
Karte
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Quellen
Bild: Molgreen · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
Zuletzt geprüft: November 6, 2026
