Fast fünf Jahrhunderte lang regierten von hier aus die Kaiser Chinas. Die Palastanlage im Zentrum Pekings ist die größte erhaltene ihrer Art, UNESCO-Welterbe und heute ein Museum.
Interessante Fakten
- Erbaut von 1406 bis 1420
- Residenz von 24 Kaisern der Ming- und Qing-Dynastie
- Rund 72 Hektar und 8.886 Räume
- UNESCO-Welterbe seit 1987
- 2019 mehr als 19 Millionen Besucher
Gründe für einen Besuch
- Der größte erhaltene Palastkomplex der Welt
- Fast 500 Jahre chinesischer Kaisergeschichte an einem Ort
- Ein Meisterwerk der chinesischen Architektur
Die Verbotene Stadt ist die frühere Kaiserresidenz im Zentrum Pekings, am nördlichen Ende des Tian’anmen-Platzes. Hier lebten 24 Kaiser der Ming- und der Qing-Dynastie. Der einfachen Bevölkerung blieb der Zutritt verwehrt, daher der Name. Seit 1987 gehört die Anlage zum UNESCO-Welterbe, und sie gilt als größter erhaltener Palastkomplex der Welt.
Kaiser Yongle ließ den Palast ab 1406 errichten, 1420 war er vollendet. Den Grundriss, streng an der Nord-Süd-Achse ausgerichtet, änderten spätere Herrscher nicht mehr. 1912 dankte der letzte Kaiser Puyi ab, durfte aber noch bis 1924 im Palast wohnen. Seit 1925 verwaltet das Palastmuseum die Anlage, dessen Sammlung auf den kaiserlichen Beständen aufbaut.
Auf rund 72 Hektar liegen nach heutigen Zählungen 8.886 Räume; der Überlieferung nach sollen es 9.999 sein. Eine zehn Meter hohe Mauer und ein 52 Meter breiter Wassergraben umschließen das Gelände. Der südliche Teil diente den Staatsgeschäften und Zeremonien, im Norden wohnte die kaiserliche Familie. Zum Zeremonialbereich gehört die Halle der Höchsten Harmonie auf weißen Marmorterrassen. Die gelben Dachziegel tragen die Farbe, die dem Kaiser vorbehalten war.
Geschichte
Bau von 1406 bis 1420 unter Kaiser Yongle der Ming-Dynastie. 1644 wurde der Palast beim Sturz der Ming schwer beschädigt; danach residierten hier die Kaiser der Qing-Dynastie. 1860 besetzten britische und französische Truppen die Anlage. 1912 dankte Puyi ab und musste 1924 den Palast verlassen. Seit 1925 Palastmuseum, seit 1987 UNESCO-Welterbe.
Besondere Merkmale
Die 35 Meter hohe Halle der Höchsten Harmonie mit dem Drachenthron war Schauplatz von Thronbesteigungen und großen Feierlichkeiten. Der Haupteingang ist das Mittagstor, an den vier Mauerecken stehen Ecktürme, und nördlich der Wohnpaläste liegt der Kaiserliche Garten.
Karte
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Quellen
Bild: N509FZ · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
Zuletzt geprüft: November 2, 2026
