Lage: Mexiko Michoacán Jiménez
Im Krater eines inaktiven Vulkans in Michoacán liegt ein bis zu 29 Meter tiefer See, der je nach Jahreszeit seine Farbe wechselt: in der kalten Zeit bräunlich, in der warmen grün bis blau.
Interessante Fakten
- Seefläche auf 1980 m Höhe, bis zu 29 m tief
- Kraterdurchmesser bis zu 740 m
- Letzter Ausbruch vor rund 25.000 Jahren
- Naturschutzgebiet seit 2003, Ramsar-Gebiet seit 2009
Gründe für einen Besuch
- Ein Vulkansee, der mit den Jahreszeiten die Farbe wechselt
- Aussichtspunkte und befestigte Wege hinunter zum Ufer
- Legende von der Taufe des Sees am 15. Oktober 1550
Der Kratersee Los Espinos, spanisch Alberca de Los Espinos und auch Alberca de Santa Teresa genannt, liegt im mexikanischen Bundesstaat Michoacán. Er füllt den Krater eines inaktiven Vulkans, dessen Rand bis auf 2100 Meter ansteigt; der Krater misst bis zu 740 Meter im Durchmesser. Der letzte, kurze Ausbruch liegt nach Radiokarbondatierungen rund 25.000 Jahre zurück.
Der halbelliptische See liegt auf 1980 Metern Höhe, ist bis zu 350 Meter breit und bis zu 29 Meter tief. Weil sich das Wasser in der kalten Jahreszeit durchmischt, gelangen Nährstoffe vom Grund nach oben und färben es braun. In der warmen Jahreszeit vermehrt sich das Plankton stark, und der See schimmert grünlich bis bläulich.
Das 142 Hektar große Gebiet steht seit 2003 unter Naturschutz und ist seit 2009 ein Ramsar-Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung. Seit 2005 gibt es Pavillons, Aussichtspunkte, befestigte Wege hinunter zum Ufer und sanitäre Anlagen; den Zugang verwaltet die Gemeinde Jiménez. Einer Legende nach taufte der Franziskaner Jacobo Daciano den See am 15. Oktober 1550 auf den Namen Santa Teresa, um einen Dämon zu vertreiben – bis heute wird an diesem Tag das Fest der heiligen Teresa gefeiert.
Geschichte
Der Vulkan brach nach Radiokarbondatierungen zuletzt vor etwa 25.000 Jahren kurz aus. Der Überlieferung nach war der See eine Kultstätte für Tiripeme Curicaueri; nach der spanischen Eroberung soll der Franziskaner Jacobo Daciano ihn am 15. Oktober 1550 auf den Namen Santa Teresa getauft haben. Am 14. März 2003 wurde das Gebiet Naturschutzgebiet, am 2. Februar 2009 Ramsar-Gebiet. Seit 2005 ist es mit Wegen und Aussichtspunkten für Besucher erschlossen.
Besondere Merkmale
Der See wechselt mit den Jahreszeiten die Farbe: Durch die Umschichtung des Wassers in der kalten Jahreszeit wird er braun, in der warmen Jahreszeit färbt ihn das Plankton grün bis blau. Im Schutzgebiet wachsen unter anderem Mexikanische Sumpfzypressen, Kopalbäume und Opuntien; zu den Tieren zählen Rotluchs, Graufuchs und Rotschwanzbussard.
Karte
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Quellen
Zuletzt geprüft: Oktober 29, 2026